Seebestattung

Emmora unterstützt bei der Organisation einer würdevollen und individuellen Seebestattung. Alles Wichtige auf einen Blick!

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Seebestattunga

Immer mehr Menschen - etwa 15.000 pro Jahr - wählen diese nachhaltige und naturnahe Bestattungsart, um in den Weiten des Meeres ihre letzte Ruhe zu finden. Während Seebestattungen traditionell ausschließlich Verstorbenen vorbehalten war, die auf dem Meer gearbeitet haben, ist die Bestattungsform nun für jeden möglich, der sich dem Element Wasser besonders verbunden fühlt. Doch auch bei Seebeisetzungen gibt es einige Voraussetzung, die erfüllt sein müssen.

Vor- und Nachteile

Vorteile einer Seebestattung:

Im Vergleich zu einer klassischen Beerdigung ist eine Seebestattung kostengünstiger, da sowohl die Kosten für Grabnutzung, Grabstein und Grabpflege wegfallen, als auch die Friedhofsgebühren.
Hinterbliebene haben keinen Pflegeaufwand für eine Grabstätte, da die Beisetzung auf dem Meer stattfindet. 
Die Seebestattung ist eine sehr nachhaltige und ökologische Bestattungsart, denn für die Beisetzung werden ausschließlich wasserlösliche Urnen verwendet.

Nachteile einer Seebestattung:

Durch den Wegfall einer Grabstätte gibt es keinen festen Trauerort für die Hinterbliebenen.
Seebestattungen die nicht in der Nord- oder Ostsee, sondern im Atlantik oder anderen Weltmeeren stattfinden, können sehr kostenintensiv sein.

Voraussetzungen

Bei Urnenbeisetzungen auf dem Meer gelten einige Regeln. Seebestattungen erfordern eine schriftliche Willenserklärung. Die sogenannte Seebestattungsverfügung kann vorsorglich ausgefüllt werden. Vorlagen gibt es kostenfrei im Internet. Außerdem wird in den meisten Bundesländern (z.B. Brandenburg) eine Ausnahmegenehmigung benötigt, die vom in Deutschland geltenden Friedhofszwang befreit. Diese kann in der Gemeinde beantragt werden, in der der Heimathafen des Bestattungsschiffs liegt. Für die Genehmigung bedarf es einer schriftlichen Begründung warum eine Seebestattung gewünscht wird. Dies kann u.a. eine tiefe Verbindung zum Meer sein. Sollte keine Verfügung für eine Seebestattung vorliegen, kann diese auch von Angehörigen ausgefüllt werden. In allen Schritten steht das Bestattungsinstitut für die Organisation der Formalien zur Seite.

Wo ist eine Seebestattung möglich?

In Deutschland finden Seebestattungen in speziell ausgewiesenen Küstengebieten der Nord- und Ostsee statt. Abfahrtshafen sind unter anderem Kiel, Warnemünde und Cuxhaven. Um einen würdevollen und ruhigen Bestattungsort zu gewährleisten, ist in diesen Bestattungsgebieten weder Fischerei noch Wassersport gestattet. Einige Bestattungsinstitute bieten auch Beisetzungen in Ländern wie Polen und Holland, sowie im Atlantik, Mittelmeer und allen anderen Weltmeeren an. Die Kosten in diesen Beisetzungsorten fallen gegebenenfalls höher aus.

Ablauf einer Seebestattung

Kremation

Jeder Seebestattung geht eine Kremation/Einäscherung des Verstorbenen voraus. Dies wird vom Bestattungsinstitut organisiert und ist Teil der Bestatterleistungen. Anschließend wird die Urne der Reederei, die die Beisetzung ausführt, übergeben.

Beisetzung

Bei einer sogenannten begleitenden Seebestattung findet die Abschiednahme und die Trauerfeier auf dem Schiff statt. Daran teilnehmen können zwölf, auf manchen Schiffen bis zu fünfzig, Personen. Die Urne während der Fahrt auf dem Deck platziert und mit Blumen dekoriert. Angehörige können so in aller Ruhe Abschied nehmen. Auch musikalische Begleitung und eine Abschiedsrede durch einen professionellen Trauerredner oder Familienangehörigen  sind möglich.  

Während der Fahrt zur Beisetzungstelle setzt der Kapitän die Fahne auf Halbmast. Sobald das Schiff den Ort der Beisetzung erreicht hat, wird die Schiffsglocke geläutet und die Urne wird langsam dem Wasser übergeben. Auf Wunsch kann in diesem Moment Musik gespielt werden und ein paar persönliche, letzte Worte gesprochen werden. Die individuelle Gestaltung der Beisetzung wird mit dem Bestattungsinstitut organisiert.      Im Gegensatz zur Erdbestattung sind gebundene Trauerkränze oder anderer, nicht ökologischer Schmuck bei der Seebestattung nicht erlaubt. Es können aber Blumen, Blätter oder kleine Steine mit in das Wasser gegeben werden. Nachdem die Urne ins Wasser gelassen wurde, dreht das Schiff eine Ehrenrunde um die Beisetzungsstelle. Erneut wird die Schiffsglocke geläutet. Auf der Rückfahrt zum Hafen ist der Leichenschmaus direkt auf dem Schiff möglich. Anschließend erhalten Angehörige einen Auszug aus dem Logbuch des Schiffs und eine Kopie der Seekarte mit den Koordinaten, an denen die Urne beigesetzt wurde. 

Stille Beisetzung

Bei der Seebestattung sind auch stille Beisetzungen möglich. Das heißt, dass keine Angehörigen bei der Schiffahrt und dem Herablassen der Urne in das Meer anwesend sind. Meist werden bei einer stillen Beisetzung mehrere Urnen nacheinander der See übergeben. Die Seebestattung ist daher auch als anonyme Bestattung möglich.

Urne

Da das Verstreuen der Asche auf offener See in Deutschland nicht erlaubt ist, ist auch bei der Seebestattung eine Urne pflicht. Trotzdem zählt die Seebestattung zu den nachhaltigen Bestattungsformen. Das liegt daran, dass Seeurnen aus speziellen wasserlöslichen Materialien (z.B. Salzstein) gefertigt werden, sodass sie sich innerhalb kurzer Zeit nach der Bestattung in der See auflösen. Auch bei Seeurnen gibt es verschiedene Möglichkeiten, sie individuell und persönlich zu schmücken. Zum Beispiel kann sie mit den Lieblingsblumen des Verstorbenen verziert oder vorher von Angehörigen bemalt werden. 

Trauerbewältigung

Da es bei der Seebestattung keine feste Grabstelle gibt, kann der Trauerprozess für Angehörige erschwert werden. Einige Reedereien bieten jedoch Gedenkfahrten an. Angehörige können auf dem Schiff an den exakten Ort der Beisetzung zurückkehren.

Natürlich kann die Erinnerung an einen geliebten Menschen auch in Form von individuellen Ritualen erhalten bleiben - zum Beispiel durch Anzünden einer Kerze am Todestag oder dem Zusammenkommen der Trauergemeinde an besonderen Orten. So bieten manche Häfen, von denen die Schiffe ablegen, besondere Gedenkorte wie einen Leuchtturm. Diese Orte bieten den Hinterbliebenen die Möglichkeit, den Verstorbenen in aller Ruhe zu Gedenken.

Kosten einer Seebestattung

Die Kosten der Seebestattung setzen sich aus den Bestatterleistungen, Kremationsgebühren, den Kosten für die Reederei und der Trauerfeier zusammen. Eine Stille Beisetzung ist bereits für ca. € 1.000 möglich. Bei einer begleitenden Beisetzung schwanken die Kosten zwischen € 2.800 - € 5.400, abhängig von der Größe der Trauergesellschaft und der Gestaltung der Trauerfeier. Üblicherweise sind Seebestattungen in der Nordsee etwas teurer, als in der Ostsee.

Mit folgenden Kosten ist bei einer Seebestattung zu rechnen:

Bestatter
Reederei
Trauerfeier

Alle Kosten im Überblick:

Bestatterleistungen (inklusive):
Preis: ca. € 1.900
Abholung & Überführung
ca. € 310
Versorgung des Verstorbenen
ca. € 100
Erledigung aller Formalitäten
ca. € 300
Kremationskosten inkl. einfachem Sarg
ca. € 330
Nachhaltige Seeurne
ca. € 60
Seebeisetzung ohne Angehörige
ca. € 800
Beisetzung mit Angehörigen
Preis
Begleitung der Urnenbeisetzung auf See
ca. € 750
Zusätzliche Leistungen (optional)
Preis
Trauerrede
ca. € 200
Musikalische Begleitung
ca. € 200
Traueranzeige
ca. € 60
Floristik
ca. € 100

Einen besonderen Abschied gestalten

Emmora unterstützt bei der Organisation eines würdevollen und individuellen Abschiedes. Für eine persönlich gestaltete Abschiednahme lassen sich über Emmora folgende Leistungen buchen:

Musik
ab € 200
Trauerrede
ab € 200
Floristik
ab € 50

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Inhaltsverzeichnis
Vor- und Nachteile
Voraussetzungen
Ablauf Seebestattung
  • Kremation
  • Beisetzung
  • Stille Beisetzung
Urne
Trauerbewältigung
Kosten Seebestattung
Abschied gestalten

Mehr Informationen

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Seebestattung - Ablauf und Gestaltung

Fakten und Kosten der Seebestattung im Überblick

Was ist eine Seebestattung?

Die Seebeisetzung ist eine Beisetzungsform der Feuerbestattung. Eine Seebestattung ist die Beisetzung einer Urne auf dem Meer. Beim Ablauf der Seebestattung ist die Kremation/Einäscherung des Verstorbenen der erste Schritt. In Deutschland darf die Asche von Verstorbenen nicht auf offener See verstreut werden. Bei der Seebestattung muss der Verstorbene ausschließlich in einer biologisch abbaubaren und wasserlöslichen Urne beigesetzt werden. Für die Ausführung der Bestattung auf dem Meer wird eine Reederei beauftragt. Angehörige fahren mit dem Bestattungsschiff zu einer Beisetzungsstelle in einem festgelegten Bereich im Meer.

Wo gibt es Seebestattungen?

In Deutschland gibt es ausgewiesene Seegebiete für Seebestattungen. Diese befinden sich in der Nord- und Ostsee. Diese Bestattungsgebiete sind etwa 3 Km von der Küste entfernt und frei von Wassersport oder Fischerei. Die Abfahrtshäfen der Bestattungsschiffe liegen z.B. in Cuxhaven, Kiel oder Sylt. Manche Bestattungsunternehmen bieten auch Seebestattungen im Atlantik oder dem Mittelmeer an. Ein Nachteil von Seebestattungen ist, dass Angehörigen keinen festen Ort der Trauer haben, wie bei einer Grabstelle auf dem Friedhof. Manche Reedereien bieten jedoch Gedenkfahrten an den Ort der Beisetzung an.

Was kostet eine Seebestattung?

Die Kosten einer Seebestattung liegen deutlich unter den Bestattungskosten für eine traditionelle Beerdigung. Das liegt am Wegfall der Friedhofsgebühren und der Kosten für eine Grabstelle. Die Kosten einer Seebestattung setzen sich aus den folgenden Posten zusammen: Bestatterleistungen, Kosten der Reederei und Trauerfeier. Die Gesamtkosten einer Seebestattung betragen im Schnitt € 3.000. Zusätzliche Kosten können entstehen, wenn eine Seeurne mit besonderer Verzierung gewünscht ist. Auch die Kosten der Trauerfeier können individuell ausfallen. Eine Seebestattung ist auch als anonyme Beisetzung möglich. In diesem Fall gibt es keine Trauerfeier und die Beisetzung findet ohne Angehörige statt.

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