Der Todestag nach einem Verlust ist für Viele Anlass, um ganz aktiv dem Verstorbenen zu gedenken. Das kann auf viele Arten geschehen und nach einiger Zeit können Rituale diesen Tag zum einen leichter ertragbar für Angehörige machen und zum anderen, kann solch ein Ritual zum Todestag auch zu einem festen Bestandteil der persönlichen Trauerarbeit werden. 


Der Todestag ist nach einem Verlust für Viele Anlass, um ganz aktiv dem Verstorbenen zu gedenken. Das kann auf viele Arten geschehen und nach einiger Zeit können Rituale diesen Tag zum einen leichter ertragbar für Angehörige machen und zum anderen, kann solch ein Ritual zum Todestag auch zu einem festen Bestandteil der persönlichen Trauerarbeit werden. 



Der erste Todestag ist speziell


Wenn sich der Tod eines Menschen zum ersten Mal jährt, dann gibt es viele Faktoren, die dieses Datum sehr schwer machen. Lange war es sehr verbreitet vom sogenannten “Trauerjahr” zu sprechen. Dieses findet mit dem ersten Todestag ein Ende und da es oft als gesellschaftlich Schonzeit angesehen wird, bevor ein Angehöriger wieder zurück ins normale Leben kehrt, kann dieses Datum beängstigend sein. Manchmal fühlt es sich so an, als würde es ab da keine Berechtigung mehr geben weiter trauern zu dürfen. Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass es nunmal auf den Tag genau ein Jahr her ist. Das Aufkommen der konkreten Erinnerungen an den Tod des geliebten Menschens und die damit verbundenen Bilder und Gefühle werden an diesem Datum besonders stark und deutlich wieder nachempfunden. 


Wie kann man Trauernde am Todestag unterstützen? 


Zwei Dinge empfinden Trauernde als besonders wohltuend in Bezug auf den Todestag oder auch andere Jahrestage, wie dem Geburtstag des Verstorbenen oder Feierlichkeiten wie Weihnachten und Ostern


  1. Man sollte sich diese besonderen Daten und den Todestag unbedingt merken. Es tut den Hinterbliebenen gut zu wissen, dass auch andere dem Verstorbenen und seiner Familie gedenken. Ein Anruf oder eine Nachricht mit liebevollen Worten ist eine schöne Art um Trauernde wissen zu lassen, dass man an diesen bedeutungsvollen Tagen an sie denkt.

  2. Wenn man bereit ist aktiv zu helfen, dann sollte man den Trauernden anrufen oder ihm schreiben und sich erkundigen wie er den Tag verbringen möchte. Man kann anbieten ihm oder ihr Gesellschaft zu leisten und z.B. einen gemeinsamen Besuch am Grab planen oder zusammen essen zu gehen, zu kochen oder auch ein ausgedehnter Spaziergang könnten schöne Aktivitäten sein, um den Tag zu gestalten.



Rituale für den Todestag


Wir haben einige Rituale zusammengestellt, um den Todestag eines geliebten Menschen mit bewusstem Gedenken zu füllen. 


  • Ein Licht entzünden: Eine Kerze ins Fenster zu stellen, kennt man bereits schon von bundesweiten oder weltweiten Gedenktagen. Diese Geste kann aber auch ein ganz persönliches, besonderes Ritual sein.

  • Besuch am Grab: Ob alleine, mit anderen Angehörigen oder Freunden- ein Besuch am Grab zum Todestag kann gut tun und sorgt für die oft und an diesem Tag besonders intensiv erwünschte Verbindung zum Verstorbenen.

  • Beistand durch den Glauben: Ein Messen- oder Kirchenbesuch kann an diesem besonderen Tag auch Trost spenden und Halt geben.

  • Wie auch bei den anderen Ideen, geht es vielen Trauernden vor allem um die Nähe, eine Bindung zum Verstorbenen. Nicht nur an diesem Tag aber eben ganz oft besonders an diesem Tag. Um diese Verbindung herzustellen, kann man auch etwas tun, das einen ganz individuell erinnert. Das Lieblingsgericht des Verstorbenen kochen und vielleicht Freunde einladen, um gemeinsam beim Essen zu gedenken. Oder aber man hört die Lieblingsmusik des Verstorbenen während man einer kreativen Tätigkeit nachgeht oder sich etwas gutes tut, wie z.B. ein Bad dabei zu nehmen.


Weitere Rituale findet ihr in unserem Artikel zu Trauerritualen.


 

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