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Sozialbestattung

Emmora unterstützt bei der Organisation einer würdevollen und individuellen Sozialbestattung. Alles Wichtige auf einen Blick!

  • Voraussetzungen
  • Ablauf
  • Kosten

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Sozialbestattung

Bei einem Todesfall sind die Angehörigen der verstorbenen Person verpflichtet, die Kosten der Bestattung zu übernehmen. Können Angehörige die Kosten der Bestattung, die selbst in der günstigsten Ausführung mehrere Hundert Euro betragen kann, nicht aufbringen, kann eine sogenannte Sozialbestattung beim Sozialamt beantragt werden. In diesem Fall greift der Paragraf 74 SGB XII, der besagt, dass die Kostentragungspflicht den Angehörigen nicht zugemutet werden kann und dementsprechend der Staat einspringt.

Check: Kann ich eine Sozialbestattung beantragen?

Wenn diese vier Punkte stimmen, kann die Kostenübernahme für eine Bestattung beim Sozialamt beantragt werden:

Sie stehen in der Bestattungspflicht, das heißt Sie sind der nächste, geschäftsfähige Angehörige (z.B. Ehepartner oder Kind).
Sie sind Erbe der verstorbenen Person und stehen in der Kostentragungspflicht.
Sie haben nachweislich wenig Einkommen (z.B. Hartz IV) und können belegen, dass Sie die Kosten einer Beisetzung nicht tragen können.
Das Erbe reicht nicht aus, um die Bestattung zu finanzieren.

Sind diese Punkte erfüllt, kann beim zuständigen Sozialamt des Sterbeorts, der Antrag auf Kostenübernahme, die Einkommensnachweise und Belege für Ausgaben, sowie Personaldokumente der verstorbenen Person eingereicht werden. 

Voraussetzungen für eine Sozialbestattung

Bestattungspflicht

Eine Sozialbestattung können nur Angehörige einer verstorbenen Person beantragen, die in der Bestattungspflicht sind. Die Bestattungspflicht ist durch das BGB gesetzlich geregelt und besagt, dass die nächsten voll geschäftsfähigen Angehörigen des Verstorbenen in der Pflicht stehen, eine würdevolle Beisetzung innerhalb der gesetzlichen Fristen zu organisieren. Bei den nächsten Angehörigen handelt es sich meist um Ehepartner, aber auch die Kinder, die Eltern und die Geschwister der verstorbenen Person.

Kostenübernahme

Die Kostentragungspflicht liegt bei den testamentarischen Erben des Verstorbenen. Hatte die verstorbene Person zum Beispiel mehrere Kinder aber keinen Ehepartner mehr, werden die Kosten auf die Kinder aufgeteilt. Ist genug Erbe vorhanden um die Bestattung zu finanzieren, übernimmt das Sozialamt keine Kosten. Eine Kostenübernahme durch das Amt ist nur möglich, wenn der Erbe selber Sozialhilfeempfänger ist oder das Erbe nicht ausreicht, um eine Bestattung zu bezahlen. Sollte die verstorbene Person eine Bestattungsvorsorge z. B. in Form einer Sterbegeldversicherung abgeschlossen haben, kann die Hilfe vom Amt ebenfalls nicht in Anspruch genommen werden.

Beantragung einer Sozialbestattung

Um eine Kostenübernahme für die Bestattung zu beantragen, müssen Angehörige sich an das zuständige Sozialamt im Sterbeort wenden. Generell können Menschen mit einem sehr niedrigen Einkommen oder einer geringen Rente einen Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten im Falle des Todes stellen. In jedem Fall werden die Vermögenswerte der Erben überprüft.

Dokumente und Unterlagen

Antragsteller müssen neben Nachweisen über die eigenen Einkünfte und finanziellen Belastungen unter anderem auch den Erbschein, Personaldokumente und Mietkosten offenlegen. Darüber hinaus müssen für den Antrag die folgenden Dokumente der verstorbenen Person beim Sozialamt eingereicht werden:

Sterbeurkunde
Nachweise über das Einkommen (z.B. Kontoauszüge)
Nachweise über den
Versicherungsleistungen 
Ggf. Dokumente über Sparkonten und Geldanlagen

Wird der Antrag bewilligt erhalten die Angehörigen eine Kostenübernahmeerklärung, die dem ausführenden Bestattungsunternehmen übergeben wird. Der Bestatter regelt die Begleichung der anfallenden Leistungen direkt mit dem zuständigen Finanzamt ab. Die Angehörigen müssen hier jedoch beachten, dass Differenzbeträge, die anfallen, wenn das Sozialamt nicht die gesamten Kosten bewilligt, selber gezahlt werden müssen. Inzwischen bieten zahlreiche Bestattungshäuser die Möglichkeit für eine Ratenzahlung. Diese Möglichkeit bietet eine finanzielle Erleichterung für Angehörige, die die Kosten nicht sofort tragen können und keinen Anspruch auf eine Sozialbestattung haben.


Alle Unterlagen und den Antrag zur Übernahme der Bestattungskosten (für Berlin) findest du hier.

Kosten einer Sozialbestattung

Bei einer Sozialbestattung wird nur ein gewisser Kostenumfang übernommen. Dieser Zahlungsumfang variiert je nach Kommune. So können sich auch die Leistungen, die übernommen werden, stark unterscheiden. Grundsätzlich ist festgelegt, das eine Sozialbestattung sich auf das Nötigste reduziert:

Einfacher Sarg
Kremationsgebühren (im Falle einer Feuerbestattung)
Friedhofsgebühren
Schlichter Blumenschmuck
Erledigung sämtlicher Formalitäten
Überführungskosten
Einfach gehaltene Trauerfeier

Nicht übernommen werden allerdings die Kosten für die Dauergrabpflege, Reisekosten entfernter Verwandter, Leichenschmaus und Traueranzeige.

Die Kosten einer Sozialbestattung setzen sich immer zusammen aus:

Alle Kosten im Überblick

Beispiel: Wir haben die durchschnittlichen Kosten einer Sozialbestattung in Berlin, die vom Sozialamt übernommen werden, in folgendem Beispiel aufgelistet. Hierbei handelt es sich um eine einfache, würdige Erd- oder Feuerbestattung in Berlin. Die Bestatterleistungen inkl. Friedhofsgebühren werden mit einer Pauschale von 1.570 € berechnet und setzen sich zusammen aus:

Abholung & Überführung
Versorgung des Verstorbenen
Erledigung aller Formalitäten
Schlichter Sarg
Zusätzlich bei einer Feuerbestattung: Kremationskosten inkl. einfachem Sarg & Beisetzungsurne

Beisetzungsmöglichkeiten einer Sozialbestattung

In den meisten Fällen wird bei einer Sozialbestattung eine Erdbestattung oder eine Feuerbestattung mit anschließender Urnenbeisetzung gewählt.

Hat die verstorbene Person jedoch bereits zu Lebzeiten eine Seebeisetzung verfügt, so wird dies bei einer Sozialbestattung berücksichtigt, vorausgesetzt die Kosten übersteigen nicht den Zahlungsumfang der Sozialbestattung.

Auch andere Wünsche können, sofern die Kosten dafür nicht unverhältnismäßig sind, bei einer Sozialbestattung berücksichtigt werden. Allerdings muss dafür eine Bestattungsverfügung der verstorbenen Person vorliegen, aus der die persönlichen Wünsche hervorgehen.

Einen würdevollen Abschied gestalten

Bei einer Sozialbestattung wird darauf geachtet, dass sie von außen nicht als solche zu erkennen ist. Der Ablauf ist genau der Gleiche, wie bei einer Bestattung ohne staatliche Unterstützung. Angehörige, die die Kosten für eine Bestattung nicht selber tragen können, sollten daher nicht davor zurückschrecken, Unterstützung beim Sozialamt zu beantragen. 

Auch bei einer Sozialbestattung können die Angehörige persönliche Elemente des Verstorbenen in die Beisetzung mit einfließen lassen. So können persönliche Gegenstände oder Briefe mit in das Grab gelegt werden oder ein naher Angehöriger spricht ein paar persönliche letzte Worte bei der Beisetzung.

Emmora unterstützt bei der Organisation eines würdevollen und individuellen Abschiedes. Für eine persönlich gestaltete Abschiednahme lassen sich über Emmora folgende Leistungen buchen:

Inhaltsverzeichnis
    Sozialbestattung
      Voraussetzungen
      • Bestattungspflicht
      • Kostenübernahme
        Sozialbestattung beantragen
        • Dokumente & Unterlagen
          Kosten einer Sozialbestattung
            Beisetzungsmöglichkeiten
              Abschied gestalten

              Mehr Informationen

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