Ablauf einer Beerdigung

Wie läuft eine Bestattung ab und woran muss man denken?

Ablauf Beerdigung - alles auf einen Blick

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1. Ablauf einer Beerdigung

Der Ablauf einer Bestattung richtet sich individuell nach den Wünschen der verstorbenen Person und den Hinterbliebenen und kann persönlich gestaltet werden. Grundlegend für die Beisetzung ist dabei die Wahl der Bestattungsart. So ist der Ablauf einer Seebestattung anders, als der Ablauf einer klassischen Erdbestattung im Sarg. Angehörige besprechen sämtliche Details und persönliche Vorstellungen zum Bestattungsablauf mit dem Bestattungsinstitut ihrer Wahl.

2. Bestattungsablauf: Feuerbestattung und Erdbestattung

Die Wahl des richtigen Bestatters

Sobald der Todesfall eingetreten ist, muss ein Bestattungsunternehmen beauftragt werden. Bei der Auswahl des richtigen Bestatters ist es wichtig auf das Bauchgefühl zu hören, denn schließlich geht es um die würdevolle Beisetzung eines geliebten Menschen. Im Internet können Angehörige sich bereits einen ersten Eindruck vom Bestattungsinstitut verschaffen und Angebote anfordern. Ein Preisvergleich lohnt sich in jedem Fall, da die Kosten einer Beerdigung regional sehr unterschiedlich ausfallen. 

Bestatterleistungengünstig bis gehoben
Inkl. Überführung, hygienische Versorgung, Formalitäten 800 € - 2.000 €
Sarg 400 € - 3.000 €
Urne60 € - 200 €
Trauerfeier
Trauerredner200 € - 500 €
Blumenschmuck100 € - 550 €
Friedhofsgebühren
Beisetzungsgebühr350 € - 1.000 €
Grabkosten400 € - 3.000 €
Gesamtkosten Bestattung Zwischen 2.000 € und 10.000 €

3. Die persönliche Beratung mit dem Bestatter

Nun geht es darum die individuellen Wünsche zum Bestattungsablauf und die Organisation des Begräbnis zu besprechen. Dies kann sowohl bei einem Hausbesuch durch den Bestatter, als auch vor Ort im Bestattungsinstitut stattfinden. Wichtig zu wissen: Angebote für die Beerdigung immer schriftlich festhalten lassen! Auch obliegt es den Angehörigen sich Bedenkzeit für das Angebot zu nehmen.

Was im Trauergespräch mit dem Bestatter besprochen wird

  • Übergabe von Dokumenten (z.B. für die Beantragung der Sterbeurkunde) 

  • Die Wahl der Bestattungsart

  • Terminabsprache für die Trauerfeier und das Begräbnis

  • Gestaltung der Trauerfeier inkl. Blumen, Musik, Dekoration

  • Auswahl des Sarges und/oder der Urne

  • Erstellen von Texten für Trauerkarten und Todesanzeigen

Abholung und Überführung des Verstorbenen

Dem Bestatter der Wahl wird schriftlich der Auftrag für die Bestattung durch eine Bestattungsvollmacht erteilt. Nachdem ein Arzt den Totenschein ausgestellt hat, kann der Bestatter die verstorbene Person abholen.

Fristen für die Abholung eines Verstorbenen

  • Bei einem Todesfall zu Hause, im Hospiz oder im Heim: 24 – 36 Stunden 

  • In Krankenhäusern: mehrere Tage

Ausnahmen für die Abholung bestehen dann, wenn der Arzt eine ungeklärte Todesursache bescheinigt. In diesen Fällen ordnet die Kriminalpolizei eine Obduktion an. Sollte sich daraus eine natürliche Todesursache ergeben, wird die verstorbene Person freigegeben und kann vom beauftragten Bestattungsinstitut wie geplant abgeholt werden.

4. Abschiednahme

Zum Bestattungsablauf gehört immer die hygienische Versorgung der verstorbenen Person durch den Bestatter. Dies geschieht sowohl bei einer Erdbestattung im Sarg, als auch bei einer Feuerbestattung in der Urne und ist besonders wichtig, wenn eine Abschiednahme am offenen Sarg gewünscht ist. Für die Abschiednahme, wird die verstorbene Person entsprechend der persönlichen Wünsche eingekleidet, ebenso können persönliche Gegenstände mit in den Sarg gelegt werden. Eine Abschiednahme am Sarg kann in speziellen Abschiedsräumen des Bestatters, auf dem Friedhof oder in der Kirche stattfinden. Bei Feuerbestattungen bieten auch viele Krematorien vor der Einäscherung die Möglichkeit für eine individuelle Abschiedszeremonie

5. Trauerfeier

Die Trauerfeier findet meist direkt vor dem Begräbnis der Urne oder der Beerdigung des Sargs in der Friedhofskapelle oder Trauerhalle statt. Die Trauerfeier gibt den Angehörigen die Möglichkeit, sich gebührend an die verstorbene Person zu erinnern. Trauerredner und Musiker können die Abschiedszeremonie besonders gestalten. Aber auch enge Freunde und Angehörige können den Ablauf der Trauerzeremonie durch eine persönlich geschriebene Trauerrede ergänzen. Selbst bei anonymen Beisetzungen ist es möglich eine Abschiednahme zu organisieren.  

6. Die Beerdigung

Im Anschluss an die Trauerfeier begibt sich die Trauergemeinde zum Grab. Dort wird die Urne oder der Sarg in das bereits vom Friedhof vorbereitete Grab beigesetzt. Nur bei anonymen Bestattungen sind keine Angehörigen während der Beisetzung erlaubt. Nachdem die Trauergäste Abschied genommen haben, wird das Grab von Mitarbeitern des Friedhofs mit Erde gefüllt und zugedeckt.

7. Nach der Beisetzung

Meist findet im Anschluss der Beerdigung der sogenannte Leichenschmaus statt. Im Lieblingsrestaurant der verstorbenen Person oder im privaten Umfeld kommen die Trauergäste ein letztes Mal zusammen und gedenken beim gemeinsamen Essen und Trinken der verstorbenen Person.

Bei einer Urnenbeisetzung und einer Sargbestattung auf dem Friedhof ist ein weiterer wichtiger Punkt nach der Beerdigung die Platzierung des Grabsteins. Das Aufstellen des Grabmals kann mehrere Monate dauern. Zunächst muss der Steinmetz den Grabstein in der gewünschten Gestaltung anfertigen. Hinzu kommt, dass die Erde nach der Beisetzung sich erst vollständig gesetzt haben muss, damit der Grabstein nicht absinkt und so Schäden an der Grabstätte entstehen.

Ablauf einer Seebestattung

Der Ablauf einer Seebestattung unterscheidet sich bis zur Beisetzung nicht mit dem Ablauf einer Feuerbestattung. Der Unterschied zur Urnenbestattung auf dem Friedhof ist, dass bei der Seebestattung die Urne nach der Kremierung dem Schiff der Seebestattungsreederei übergeben wird. Anschließend fährt das Bestattungsschiff in das ausgewiesene Seebestattungsgebiet der Nord- oder Ostsee. Angehörige können die Fahrt begleiten und sind anwesend, wenn die wasserlösliche Urne dem Meer übergeben wird. Trauerfeier und Leichenschmaus können auf Wunsch auch an Bord des Bestattungsschiffs stattfinden. 

Ablauf einer Baumbestattung

Auch der Ablauf einer Baumbestattung ist dem Ablauf einer Urnenbeisetzung auf dem Friedhof sehr ähnlich. Der Unterschied ist jedoch, dass die biologisch abbaubare Urne an den Wurzeln eines Baumes in einem Bestattungswald beigesetzt wird. Ein Grabstein oder Grabschmuck wird bei einer Baumbestattung nicht errichtet. Auch bei einer Baumbestattung können die Angehörigen dabei sei und im Vorfeld eine persönliche Trauerzeremonie abhalten.

8. Vorsorge

Bereits zu Lebzeiten kann der Ablauf einer Beerdigung besprochen werden. Dafür empfiehlt sich das Ausfüllen einer Bestattungsverfügung, in der alle Wünsche schriftlich für den Fall der Fälle festgehalten werden können.

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