Friedhöfe - Alles Wissenswerte zum Ort der letzten Ruhe

Drei spannende Fakten über Friedhöfe

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32.000 Friedhöfe
Wenn man alle Arten zusammenzählt, existieren aktuell ungefähr 32.000 Friedhöfe deutschlandweit.
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5 verschiedene Arten
Es gibt Alleequartierfriedhöfe, Waldfriedhöfe, Parkfriedhöfe, Kirchfriedhöfe und städtische Friedhöfe.
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Die Ruhezeit
Das Nutzungsrecht für die Grabstätte besteht in der Regel 15 bis 25 Jahren - dies wird als Ruhezeit bezeichnet.

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Friedhofsarten in Deutschland

Deutschlandweit existieren aktuell ca. 32.000 Friedhöfe, diese lassen sich in folgende, verschiedene Arten unterteilen: Waldfriedhöfe, Parkfriedhöfe, Dorffriedhöfe bzw.Kirchhöfe und Alleequartierfriedhöfe und städtische Friedhöfe.

Alleequartierfriedhöfe

Alleequartierfriedhöfe, erkennt man, wie der Name bereits vermuten lässt, durch einen Hauptweg, der einer Allee entspricht. Außerdem werden die Grabplätze meist rechteckig angeordnet und oft durch Heckengewächse getrennt.

Waldfriedhöfe

Klassische, innerstädtische Waldfriedhöfe erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, da hier sowohl Erd-,Feuer-, als auch Baumbestattungen möglich sind. Außerdem gibt es deutschlandweit auch viele Bestattungswälder, die teilweise auch als “Waldfriedhöfe” bezeichnet werden und zu den zwei führenden Anbietern “Friedwald” und “Ruheforst” gehören. Allerdings liegen diese meist etwas außerhalb und nicht so leicht zu erreichen wie das innerstädtische Pendant. Das hat aber auch zur Folge, dass es auf den zentral gelegenen Waldfriedhöfen in der Stadt eine große Nachfrage gibt und daher wenige verfügbare Gräber vorhanden sind. Des Weiteren gilt für den Ruheforst aber auch den Friedwald, dass ausschließlich Baum- und Biotop-Beisetzungen möglich sind, die eine vorherige Kremation voraussetzen. Auf den Waldfriedhöfen in der Stadt gibt es auch die Option auf eine Erdbestattung.

Parkfriedhöfe

Die Gestaltung eines Parkfriedhofs ist angelehnt an das Konzept englischer Gärten. Das beinhaltet unter anderem eine Struktur mit verwobenen Wegen, Hügeln und auch oft Wasseranlagen, wie z.B. Teiche oder Seen. Außerdem ist oft auch anteilig ein wandartiger Bereich Teil des Friedhofs. Diese landschaftliche Gestaltung ermöglichte es mit der Entwicklung der Friedhofskultur und der erhöhten Nachfrage nach anonymen Beisetzungen, Raum für eben diese zu schaffen.

Kirchfriedhöfe/Dorffriedhöfe

Dorffriedhöfe zählen zu den ältesten Friedhofsformen und sind meist um Kirchen herum angelegt, weswegen sie auch unter dem Namen Kirchfriedhöfe bekannt sind. Oft sind Familien über mehrere Generationen hier beigesetzt und das vorwiegend in Erdgräbern. Die überschaubare Größe dieser Anlagen führte über die Jahre dazu, dass die Kapazitäten oft nahezu ausgeschöpft sind und Gemeindemitglieder so wie direkte Anwohner vorrangig oder ausschließlich Anspruch auf eine Grabstelle dort haben.

Städtische Friedhöfe

Die städtischen Friedhöfe sind keine direkte Friedhofsart, jedoch haben wir sie hier mit aufgeführt, da der Begriff des öfteren verwendet wird. Sie entsprechen von dem Konzept einem der oben aufgeführten Friedhofsarten oder auch Mischformen und haben ihren Namen dadurch, dass sie städtisch verwaltet werden, beispielsweise vom Ordnungsamt oder dem Grünflächenamt. Trotzdem gibt es auch für jeden dieser Friedhöfe eine eigene Friedhofsverwaltung, die den jeweiligen Friedhof führt.

Friedhöfe und ihre Richtlinien

Ein wichtiger Aspekt, der oft unterschätzt wird, ist dass man für ein erworbenes Grab auch die Pflege zu verantworten hat. Natürlich nicht bei Urnenwänden oder Optionen, die die Grabpflege über die Friedhofsverwaltung oder externe Dienstleister bereits beinhalten. Was bei der Pflege eines Grabes beachtet werden muss und welche Vorschriften es bei der Gestaltung eines Grabes gibt, entnimmt man der von Friedhof zu Friedhof unterschiedlichen Friedhofssatzung. Dort ist auch zu entnehmen welche Deko-Elemente beispielsweise für die Grabart oder den Grabplatz nicht gestattet sind. Ebenso individuell wie die Satzung ist auch auch die Preisgestaltung, die jeder Friedhof eigenständig in seiner Friedhofsgebührensatzung festlegt. Ausschließlich bei städtischen Friedhöfen gibt es oft genormte oder ähnliche Preise für die verschiedenen Beisetzungsoptionen. Deutschlandweit unterscheiden sich die Friedhofs- und Bestattungsgesetze von Bundesland zu Bundesland.

Was ist die Friedhofsgebühr?

Die Gebühren für die Nutzung der Grabstätte und die Beisetzungsgebühr ergeben zusammen die sogenannte Friedhofsgebühr. 

Das Nutzungsrecht für die Grabstätte wird in der Regel für einen Zeitraum zwischen 15 und 25 Jahren erworben- diese zeitliche Spanne wird als Ruhezeit bezeichnet. Bei einigen Grabarten ist eine Verlängerung der Nutzung möglich, bei anderen wiederum ist die Verlängerung ausgeschlossen.  

Die Beisetzungsgebühr beinhaltet das Ausheben und die Auskleidung des Grabes sowie das Schließen der Grabstelle.

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