Erdbestattung

Emmora unterstützt bei der Organisation einer würdevollen und individuellen Erdbestattung. Alles Wichtige auf einen Blick!

  • Voraussetzungen
  • Ablauf
  • Kosten

Jetzt unverbindliches Angebot einholen!

Erdbestattung planen
Wir beraten kostenlos und unverbindlich.
Wir beraten kostenlos und unverbindlich.

Erdbestattung

Die Erdbestattung ist die traditionellste und älteste Bestattungsform in Deutschland. Doch sie macht heutzutage nur noch gut ein Drittel aller Bestattungen aus. Bei der klassischen Erdbestattung wird der Verstorbene in einem Sarg auf dem Friedhof beigesetzt. Die meisten Grabstellen werden für mindestens zwanzig Jahre vergeben. In dieser Zeit liegt der Sarg etwa 2 m Meter unter der Erde, bis die verstorbene Person ganz natürlich in den Kreislauf der Natur übergegangen ist. Für den Sarg werden daher zersetzbare Materialien verwendet, um die Natur weitestgehend unberührt zu belassen.

Vor- und Nachteile

Vorteile einer Erdbestattung:

Bei einer klassischen Erdbestattung gibt es für Angehörige immer einen festen Platz der Trauer. Hinterbliebene können die Grabstelle so oft sie möchten besuchen und dem Verstorbenen gedenken.
Eine Erdbestattung kann den Trauerprozess der Angehörigen vereinfachen, da der Verstorbene bewusst im Sarg wahrgenommen wird. Das hilft, den Verlust zu realisieren.
Für Viele ist die Erdbestattung die natürlichste Beisetzungsform, da der Körper des Verstorbenen in der Erde liegend, den Kreislauf des Lebens schließt.
Die Grabpflege und Gestaltung des Grabsteins kann sehr individuell und persönlich sein.

Nachteile einer Erdbestattung:

Die Erdbestattung gehört nach wie vor zu den teuersten Bestattungsarten. Das liegt an den recht hohen Grabgebühren, den Kosten für Sarg, Grabpflege und ggf. einer Verlängerung der Ruhezeit.
Eine Beerdigung im Sarg muss immer auf dem Friedhof stattfinden. Daher gibt es bei der Erdbestattung, im Vergleich zu Feuerbestattung, keine Auswahlmöglichkeiten bei den Beisetzungsformen. 

Fristen

Welche Fristen müssen bei der Erdbestattung eingehalten werden?

Die gesetzlichen Fristen, die es nach einem Todesfall zu beachten gibt, variieren von Bundesland zu Bundesland. Im Schnitt muss die Beerdigung innerhalb von vier bis zehn Tagen erfolgen, frühestens aber 48 Stunden nach der Feststellung des Todes. Dies kann oft zu einem gewissen Zeitdruck bei Hinterbliebenen führen, die Bestattung und Trauerfeier schnell zu organisieren. Emmora empfiehlt trotz der Fristen die Ruhe zu bewahren, sich zu informieren und beraten zu lassen, anstatt unter Zeitdruck überstürzte Entscheidungen zu treffen. Sonst besteht das Risiko, dass neben dem organisatorischen und emotionalen Stress, unnötig hohe Kosten für die Bestattung entstehen.

Friedhofszwang

Neben den gesetzlichen Fristen gilt es die Friedhofspflicht zu beachten. Das heißt, dass jede Sargbestattung auf einem Friedhof erfolgen muss und es herrscht eine Sargpflicht bei Erdbestattungen. In vielen Bundesländern gibt es allerdings inzwischen Ausnahmen. So etwa bei muslimischen Friedhöfen, bei denen der Verstorbene in ein Tuch gewickelt beigesetzt wird. Auf Friedhöfen gibt es darüber hinaus sogenannte Mindestruhezeiten. Diese bestimmen, wie lange die Gräber bestehen bleiben. Im Schnitt beträgt die Ruhezeit zwanzig Jahre.

Ablauf einer Erdbestattung

Abholung

Ist der Verstorbene zu Hause gestorben muss zunächst ein Arzt gerufen werden, der den Tod feststellt und einen Totenschein ausstellt. Dieser ist für die Bestattung dringend notwendig, denn nur mit einem Totenschein kann die Sterbeurkunde beantragt werden. In den Bestatterleistungen ist die Organisation dieser Formalitäten in der Regel inklusive. Der Verstorbene wird im nächsten Schritt vom Bestattungsunternehmen abgeholt und in den Räumen des Bestatters aufbewahrt und versorgt. Der Leichnam wird sorgfältig hygienisch versorgt - gewaschen, frisiert und angezogen. Auf Wunsch kann der Verstorbene besonders angekleidet werden - die Kleidung kann von Angehörigen ausgewählt werden.

Abschiednahme

Bei der Tradition des Totenbetts kann der Verstorbene noch bis zu zwei Tage im eigenen Zuhause aufgebahrt werden, so dass Freunde und Verwandte sich in Ruhe verabschieden können. Den Verstorbenen noch ein letztes Mal zu sehen und sich zu verabschieden, ist ein wichtiger Schritt im Trauerprozess.  Viele Bestattungsunternehmen bieten daher auch an, sich am offenen Sarg von dem Verstorbenen zu verabschieden. 

Trauerfeier

Die Trauerfeier findet bei der klassischen Erdbestattung traditionell in einer Kirche, der Friedhofskapelle oder direkt am Grab statt. Meist gibt es eine persönliche Trauerrede, entweder von einem professionellen Trauerredner, Pfarrer oder Angehörigen. Die Trauerfeier kann individuell gestaltet werden. So gibt es die Möglichkeit für musikalische Begleitung - in der Kirche zum Beispiel durch ein Orgelspiel. Es können aber auch Sänger, Gitarristen oder andere Musiker für die musikalische Untermalung eingebunden werden. Dabei ist jede Musikrichtung möglich. Wichtig ist nur, was dem Verstorbenen gefallen hätte, was zu seiner Persönlichkeit passt oder was er sich schon explizit zu Lebzeiten gewünscht hat. Bei der klassischen Trauerfeier steht meist ein Foto des Verstorbenen neben dem Sarg, umgeben von bunten Blumenkränzen, Gestecken und Sträußen. Diese werden in der Regel nach der Beerdigung zum schmücken der Grabstätte verwendet.

Beerdigung

Nach der Trauerfeier tragen Sargträger, dies können auch Angehörige sein, den Sarg zu einem Bahrwagen, der den Sarg zur Grabstelle bringt, dicht gefolgt von den engsten Angehörigen und der restlichen Trauergemeinschaft. An der Grabstelle versammelt, wird der Sarg vorsichtig in die Erde hinab gelassen. In diesem Moment gibt es oft ein letztes Gebet oder Rede vom Pfarrer oder Trauerredner. Anschließend werfen die Trauergäste nach und nach Blumen und Sand in das Grab. Danach wird die Grabstelle von Mitarbeitern des Friedhofs verschlossen und mit den Kränzen der Trauerfeier dekoriert. 

Grabarten

Bei der Erdbestattung gibt es eine Reihe unterschiedlicher Grabarten. Die Gräber für eine klassische Beerdigung mit Sarg sind im Vergleich zu Urnengräbern wesentlich teurer, da das Ausheben der Grabstelle aufgrund ihres Umfangs aufwendiger ist. Die Ruhezeiten für Einzel- oder Doppelgrabstellen liegen im Schnitt bei zwanzig Jahren. Diese können regional unterschiedlich sein, sind aber in der Friedhofs- und Gebührenordnung des gewählten Friedhofs nachzulesen.

Wahlgrab

Wahlgräber können bereits zu Lebzeiten ausgewählt werden. Ort und Größe der Grabstelle lassen sich persönlich bestimmen. Ein weiterer Vorteil sind die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten der Grabbepflanzung und des Grabsteins. Wahlgräber können auch als Doppel- oder Familiengräber erworben werden. So können Ehepartner und weitere nahe Familienmitglieder ihre letzte Ruhe gemeinsam finden. Die Ruhefrist von mindestens zwanzig Jahren lässt sich auf Wunsch der Angehörigen bei Wahlgräbern verlängern.

Reihengrab

Das Reihengrab ist kostengünstiger, als ein Wahlgrab, hat dafür aber auch weniger Gestaltungsmöglichkeiten. Ort und Stelle werden der Reihe nach vergeben. Einfluss haben Angehörige darauf nicht. Die Grabbepflanzung muss sich ebenfalls nach den Verordnungen des Friedhofs richten. Doppel- und Familiengräber sind nicht möglich und auch die Ruhezeit lässt sich nicht verlängern. Sobald die Ruhezeit abgelaufen ist, wird die Grabstelle neu vergeben und frisch ausgehoben für ein neues Grab

Wiesengrab

Bei einem Wiesengrab gibt es keinerlei Möglichkeit für eine individuelle Gestaltung der Grabstelle durch Grabstein oder Pflanzen. Auf Friedhöfen befindet sich das Grab auf weitläufigen Rasenflächen. Zur Kennzeichnung der Grabstelle wird eine schlichte Grabplatte auf den Rasen gelegt. Diese Grabform eignet sich für Verstorbene, die keine Angehörigen haben, die sich um das Grab kümmern können. Das Wiesengrab kann auch für anonyme Bestattungen verwendet werden. In diesem Fall wird auf eine Grabplatte verzichtet.

Mausoleum

Die Bestattung in einem Mausoleum ist auf deutschen Friedhöfen selten geworden. Früher waren sie vor allem für Adlige und wohlhabende Familien angedacht. Ein Mausoleum hat in der Regel die Form eines kleinen Hauses. Unter dem Grabmal befindet sich meist eine Gruft, in der die Familienmitglieder beigesetzt werden. Heutzutage gibt es auf vielen Friedhöfen die Möglichkeit alte, nicht mehr gepflegte Mausoleen zu renovieren oder ein neues Mausoleum zu errichten, was jedoch ein gewisses Budget erfordert.

Grabpflege

Um die Grabpflege können sich sowohl Angehörige kümmern, als auch die Friedhofsgärtnerei beauftragt werden. Der Aufwand für die Pflege hängt dabei maßgeblich von der Grabart ab. So sind Familiengräber weitaus pflegeintensiver, als einfache Reihengräber, da sie eine größere Fläche für die Bepflanzung haben. Die Bepflanzung selbst kann individuell gestaltet werden. Zum Beispiel können Blumen gemäß der Jahreszeit ausgetauscht werden. Auch das Pflanzen eines kleinen Rosenstocks oder Lavendelbusch ist durchaus möglich.

Sarg

Bei Särgen gibt es eine große Auswahl an Modellen, Materialien und Gestaltungsmöglichkeiten. Kostengünstige Särge bestehen meist aus Kiefer- oder Fichtenholz. Mit aufsteigendem Budget gibt es auch edle Ausführungen aus Mahagoni oder Kirschholz. Im Bestatterhandwerk gibt es auch Anbieter die personalisierte Designs anbieten. Der Fantasie sind dabei oft keine Grenzen gesetzt. Eine weitere Möglichkeit ist, die Angehörigen in die Gestaltung mit einzubeziehen, in dem sie den Sarg bemalen und schmücken. Nur die biologische Abbaubarkeit der verwendeten Materialien muss gewährleistet sein. Ausnahmen bilden kleinere Elemente wie die Griffe oder der Sargverschluss. Zu einem Sarg gehört auch die Innenausstattung aus Polster, Decken und Kissen. Auch hier können individuelle Wünsche für Materialien und Farben berücksichtigt werden.

Kosten einer Erdbestattung

Die Kosten einer Erdbestattung setzen sich aus den Bestatterleistungen, den Friedhofsgebühren und der Trauerfeier zusammen. Friedhofsgebühren unterteilen sich in Grab- und Beisetzungsgebühren. 

Mit folgenden Kosten ist bei einer Erdbestattung zu rechnen:

Bestatter
Friedhof
Trauerfeier

Alle Kosten im Überblick:

Bestatterleistungen (inklusive):
Preis ca. € 1.900
Abholung & Überführung
ca. € 200
Versorgung des Verstorbenen
ca. € 300
Erledigung aller Formalitäten
ca. €200
Sarg mit Ausstattung
ca. € 900
Kühlraumgebühren
ca. € 300
Friedhofsgebühren
Preis
Grabstätte
ca. € 700
Beisetzungsgebühr
ca. € 600
Zusätzliche Leistungen (optional)
Preis
Sarg in gehobener Ausführung aus Edelholz
ca. € 2.500
Trauerrede
ca. € 200
Musikalische Begleitung
ca. € 200
Floristik (Blumensträuße, Blumengestecke, Kränze)
ca. €150
Traueranzeige
ca. € 60
Grabstein
ca. € 1.200
Grabpflege
ca. € 250 pro Jahr

Einen besonderen Abschied gestalten

Emmora unterstützt bei der Organisation eines würdevollen und individuellen Abschiedes. Für eine persönlich gestaltete Abschiednahme lassen sich über Emmora folgende Leistungen buchen:

Musik
ab € 200
Trauerrede
ab € 200
Floristik
ab € 50

Erdbestattung Planen
Unverbindliches & kostenloses Angebot
Wir beraten Dich!
Nutze unseren kostenfreien und unverbindlichen Service.
Inhaltsverzeichnis
Vor- und Nachteile
Fristen
Ablauf Erdbestattung
  • Abholung
  • Abschiednahme
  • Trauerfeier
  • Beerdigung
Grabarten & Särge
  • Wahlgrab
  • Reihengrab
  • Wiesengrab
  • Mausoleum
  • Grabpflege
  • Sarg
Kosten Baumbestattung
Abschied gestalten

Mehr Informationen

Ihr Ratgeber zu allen Themen der Bestattung.
7 Dinge, die ich gern vorher über Trauer gewusst hätte
Trauer
Kolumne
Warum wir etwas über Trauer wissen sollten, bevor sie uns erwischt.
weiterlesen...
Was passiert mit den Bildern im Kopf der Angehörigen?
Suizid
Bestatter
Trauer
Wie man als Bestatter mit Suizid umgeht -Teil 2
weiterlesen...
Tattoos und der Tod
Tattoos
Erinnerungen
Trauer
Der Tod begegnet mir oft in meiner Arbeit. Er betritt mein Atelier in Gestalt von Erinnerungen, die die Menschen sichtbar machen möchten - an die Liebe zu den ei...
weiterlesen...

Erdbestattung - Ablauf und Gestaltung

Fakten und Kosten der Erdbestattung im Überblick

Ablauf einer Erdbestattung

Die Erdbestattung ist die älteste und traditionellste Bestattungsart in Deutschland. Bei einer Erdbeisetzung wird der Verstorbene in einem Sarg auf einem Friedhof beerdigt. Die Beerdigung wird von einem Bestatter durchgeführt. Dieser holt zunächst den Verstorbenen ab, wäscht und frisiert ihn, und kleidet den Toten ein. Anschließend findet eine Trauerfeier in der Kirche oder in der Kapelle auf dem Friedhof statt. In den letzten Jahren gehen die Zahlen für klassische Beerdigungen im Sarg jedoch zurück. Bei der Wahl zwischen Erdbestattung oder Feuerbestattung entscheiden sich Angehörige immer häufiger für die Feuerbestattung.

Kosten einer Erdbestattung

Die Kosten einer Erdbestattung fallen meist höher aus, als bei einer Feuerbestattung. Die Gesamtkosten setzen sich aus den Friedhofsgebühren, Bestatterleistungen, Kosten für Sarg und Grabstein sowie der Trauerfeier zusammen. Besonders die Kosten für das Grab sind höher, als bei einer Urnenbeisetzung. Das liegt an der Grabgröße, da ein Sarggrab mehr Platz einnimmt, als ein Urnengrab. Posten wie Sarg und Grabstein können im Preis stark variieren. Wählt man zum Beispiel ein exklusives Edelholz oder einen modernen Grabstein aus Naturstein, können die Gesamtkosten einer Beerdigung recht hoch ausfallen. Ein Preisvergleich unterschiedlicher Bestatter ist daher zu empfehlen.

Trauerfeier bei einer Erdbestattung

Die Trauerfeier einer klassischen Erdbeisetzung findet in einer Kirche oder Kapelle auf dem Friedhof statt. Der Sarg wird am Altar aufgebahrt, umgeben von Trauerkränzen und Bildern des Verstorbenen. Anschließend folgt die Trauergemeinde dem Sarg zur Grabstätte, in welcher der Tote beigesetzt wird. Am offenen Sarg haben Verwandte und Angehörige noch einmal die Möglichkeit sich von dem Toten zu verabschieden. Anschließend findet die Trauergemeinde sich bei einem Leichenschmauß zusammen, um dem Verstorbenen zu gedenken. Die Gestaltung der Trauerfeier kann ganz individuell und persönlich mit musikalischer Begleitung oder einem professionellen Trauerredner ergänzt werden.

Wir sind jederzeit telefonisch für Sie erreichbar.

  • Öffnungszeiten 8 - 21 Uhr
  • 030 233 273 47
  • info@emmora.de